Ein Fest als Festival

Eine Idee ist, das Abschlussfest im Juni 2020 mit Vernissage und Konzert als Festival mit Tagesworkshops zu gestalten. Die Workkshopleiter bilden das musikalische Rückgrat des Konzertes. Die Workshops: Plattdeutsches Liedgut – mit Lernen eines Liedes für das Konzert; Saitenspielkurs auf Tambur oder Oud; Komposition eines eigenen Liedes für das Konzert.

Kein schöner Land am Abend– kurdisch-syrisch-arabisch

Zusammen mit der internationalen Familie S. aus Alt Kentzlin arbeiten wir an einer dreisprachigen Übersetzung deutscher Abendlieder – inspiriert von einer Episode des Films Nacht des Nossendorfer Filmregisseurs Hans-Jürgen Syberberg, eine besondere, weltoffene Wendung. Und Tochter R. lernt im Projekt das Klavierspiel.

Champions zweier Länder

Afghanistan, das wir mit traditionellen Lebensweisen verbinden, hat wie unser Land eine eine lebendige Rap-, Pop- und Schlagerszene. Im Fernsehen werden Superstars gesucht. Versierte Musiker verkörpern die Wünsche und Träume der Generationen und geben Hoffnung für die Zukunft. Die berühmteste Interpretin ist die auf Dari und Pashto singende Aryana Sayeed, die auch schon große, ausverkaufte Konzerte in Deutschland gegeben hat. Der international bekannteste Hit ist vermutlich Qahramaan (Champions). Ein von einem Fernsehauftritt inspiriertes Musikbild entsteht derzeit – und bei einer Theateraufführung lernte der Maler des Projektes die junge gebürtige Afghanin F. kennen, eine wunderbare Mecklenburger Interpretin. So entsteht nun ein Doppelporträt im Sinne eines Diptychons – 2 Länder, zwei Hoffnungen, eine unerwartete Nähe im Geiste der Musik.

Vor Ort – Gespräch und zeichnerischer Dialog

Skizzen sind als Kommunikationsmittel für uns oft ergiebiger als Sprache. A. kam aus der alten syrischen Stadt Homs nach Mecklenburg-Vorpommern. Seit dem ersten gemeinsamen Deutschunterricht in Bürgerschaftshilfe anhand von Illustrationen von Volksliedern unterhalten wir uns über die Musik und Lieder seines Herkunftslandes. Zeichnungen helfen dabei. Als Moslem erzählt er immer wieder von den anderen Religionen, die in Syrien zu Hause sind – und wie sich das in der Musikszene bemerkbar macht. Zu Weihnachten lernte ich von ihm das Weihnachtslied A teflu fil marara: Mutter Maria sitzt in einer Höhle bei Bethlehem und weint.

Zu den Menschen gehen

Zu Gast sein: bei Y. und C. in Greifswald. Bei A. in Neukalen und S. und seiner Familie in Alt Kentzlin, bei F. in seinem landwirtschaftlichen Betrieb, in Wittenförden/Neumühle bei Schwerin dorthin auch auf Fahrt, in Bad Doberan, Rostock, Karnitz, Altkalen, Neukalen, Lelkendorf, Teterow.

Benefizkonzerte piano d’ornement

Für den musikalischen Dialog, um das Projekt bekannt zu machen und Kontakte für die musikalischen Teilprojekte und Spenden zu sammeln, gibt Christian Kabuß unter dem programmatischen Titel piano’dornement Konzerte und Singeveranstaltungen, vor allem in der dunklen Jahreszeit. Wenn Sie über die nächsten musikalischen Veranstaltungen informiert werden möchten, melden Sie sich gern bei piano d’ornement.